Trockene Haut

Artikel von Frau Mag. Ilse Gruber

Die kalte Jahreszeit nähert sich, bald werden unsere Wohnräume wieder beheizt, die Luft draußen mit der Kälte zugleich trockener, zusätzlich Wind und nicht optimale Ernährung: die Folge davon, unter anderem, bei vielen von uns: die Haut wird immer trockener.

 

Wann spricht man von "Trockener Haut"?

Üblicherweise erkennen wir an uns trockene Haut ganz einfach: sie spannt, vor allem nach der Reinigung, teilweise leiden wir unter Juckreiz und unsere Haut schaut eher rau,schlaff, leicht schuppig, fahl bis sogar gräulich aus.

Welche Ursachen gibt es dafür, außer Witterungseinflüssen?
Nicht nur äussere Einflüsse wie Temperatur, Sonneneinstrahlung, häufiger Wasserkontakt oder der Umgang mit Reizenden Substanzen sind an diesen Hautveränderungen beteiligt, es gibt auch innerliche/teilweise krankhafte Ursachen.
Hautkrankheiten , die mit trockener Haut einhergehen, sind zum Beispiel die sog. Neurodermitis (wird durch Anlage und/oder Umwelteinflüsse ausgelöst), Ichthyosis (wird auch als "Fischschuppenkrankheit" bezeichnet), Psoriasis (die Schuppenflechte), die Neigung zu Ekzemen( zB. Bei Kontakt mit Reizstoffen). Auch verschiedene Stoffwechselerkrankungen oder Probleme mit dem Hormonhaushalt können für eine Veränderung der Haut mitverantwortlich sein.

Was kann ich gegen trockene Haut tun?

Wichtig ist es zuallererst, zu verstehen, was die Hautveränderung ausmacht: Wenn die Haut Lipide (=Fettstoffe) oder/und Feuchtigkeit verliert, dann kann es zu den obengenannten Symptomen wie Rauigkeit, mattes Aussehen, zu Rötungen und vermehreter Fältchenbildung kommen. Die Therapie besteht da, vereinfacht gesagt, ganz einfach im Ersetzen der fehlenden Feuchtigkeit und der Lipide!

Eine zusätzliche Herausfordereung stellt natürlich der Alterungsprozess der Haut dar: je älter wir werden, desto weniger Feuchtigkeit wird in der Haut gespeichert und es werden weniger Fettstoffe gebildet.

Grundlegend sollte dem Körper (nicht nur für die optimale Hautfunktion) ausreichend Flüssigkeit angeboten werden. Ein gesunder Mensch sollte also viel trinken, stillem Wasser und ungezuckerten Kräuter- und Früchetees sind da der Vorzug zu geben. Traditionellerweise verwendet man zB.gerne Stiefmütterchenkraut in Teemischungen für Hautprobleme dieser Art.

Auf übertriebene Körperhygiene sollte verzichtet werden. Die verwendeten Produkte fürs Waschen/ für die Haarpflege sollten pHneutral sein, möglichst ohne reizende Zusatzstoffe wie Parfum, Konservierungsmittel, Emulgatoren. Es haben sich in diesem Zusammenhang auch Duschöle, Badezusätze auf Ölbasis, eine kurze Kontaktzeit mit Wasser (also kein stundenlanges Plantschen in der Badewanne) und eine niedrigere Temperatur des Waschwasses hervorragend bewährt.
Ferner sollte bei der Kleidung beachtet werden, dass sie atmungsaktiv ist (eng sitzende, synthetische Stoffe lassen die Haut mehr schwitzen, dadurch verstärkt sich der Juckreiz.

Der Alkoholkonsum sollte möglichst eingeschränkt werden, das Rauchen ebenfalls! Neben all diesen allgemeinen Massnahmen ist die Auswahl der Körperpflegeprodukte ausschlaggebend. Wie schon bei den Dusch und Reinigungsprodukten erwähnt, gilt es reizarme, gut verträgliche, allergiegetestete Lotionen und Cremes zu wählen, die dann natürlich auch konsequent angewendet werden müssen, das bedeutet: Täglich nach der Reinigung! Je nach Konsistenz, pharmazeutisch wirksamen Inhaltsstoffen ergeben sich eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten und optimierter Applikation und somit auch Verbesserung der Symptome.


WIR FÜHREN SEIT JULI 2018 DIE MARKE BIODERMA, DIE EINE EIGENS AUF SENSIBLE, TROCKENE HAUT ABGESTIMMTE SERIE ENTWICKELT HAT.


Diese hat sowohl für Säuglinge, Kinder als auch Erwachsene speziell abgestimmte Produkte im Programm, mit hervorragender Verträglichkeit. Bitte sprechen Sie uns in der Apotheke an, wir versorgen Sie sehr gerne mit den für sie passenden Produkten und Gratisproben davon!


Wann soll ich zum Arzt gehen?

... wenn die Haut schon bald nach dem Eincremen wieder spannt, juckt oder gar schmerzt.
... wenn sich das Gefühl, eine sehr trockene Haut zu haben mit den obengenannten Maßnahmen nicht ausreichend verbessert hat oder sogar schlimmer wurde
... sich schuppende, sehr trockene oder/und gerötete Hautareale am Körper oder im Gesicht bilden
... wenn ich einen Hautausschlag bekomme
... wenn ich das Gefühl habe, dass die Massnahmen, die ich bis jetzt ergriffen habe, nicht ausreichend waren

Eine gesunde Herbst- und Winterzeit, auch für Ihre Haut! Das wünscht Ihnen das Team der Paracelsus Apotheke Graz