Advent- und Weihnachten : Die Zeit der Düfte ist gekommen!

von Frau Mag. Gruber

Wer von uns verbindet die Winter- und da vor allem die Weihnachtszeit nicht mit ganz besonderen Düften und Gerüchen? Keksduft durchzieht das Haus, Tannennadelgeruch kommt mit dem Christbaum und Adventkranz an, Zitronen, Orangen in der Obstschale verströmen ihr Aroma….

Und wir fühlen uns inmitten dieser Gerüche pudelwohl. Wie kommt es dazu?

Bekanntermaßen liegt unsere Rezeptionszone für Gerüche in der Nase: Unser olfaktorisches System führt die Luft mit den darin enthaltenen flüchtigen Geruchsmolekülen an die innere Nase, zur Riechschleimhaut. Diese ist bei uns Menschen etwa 2*5cm² groß, bei Hunden zum Vergleich etwa 2*25cm². Die Riechzellen leiten durch ihre Axome die aufgenommenen Reize direkt ins Gehirn weiter. Die eigentliche Riechempfindung findet in kortikalen Hirnzentren statt, wir verbinden Gerüche unmittelbar mit Emotionen und Erinnerungen.

Es gibt also bei uns keine „Vernunftskontrolle“ beim Riechen. Das macht man sich in einigen Bereichen auch zu Nutzen, so kann zum Beispiel der eingesprühte Duft von Vanille bei einer durchgeführten CT dem Patienten helfen die Platzangst zu verringern. Ein anderes Beispiel: Wird im Supermarkt ein besonders angenehmer Duft wahrgenommen, kann das die Kaufentscheidung positiv beeinflussen.

Was haben jetzt aber Weihnachtsdüfte mit der Apotheke zu tun?

Wir haben für Sie eine Fülle reiner ätherischer Öle lagernd, die meisten davon in Bioqualität! Wer es sich also jetzt in der kalten Jahreszeit in den eigenen vier Wänden besonders angenehm machen möchte, ist herzlich zu uns eingeladen, um sich umfassend über die Wirkung der ätherischen Öle beraten zu lassen, die ja nicht nur zum Beduften des Zuhauses dienen, sondern zum Teil auch in Massageölen und Cremes zum Einsatz kommen. Wem offenes Feuer in einer klassischen Teelicht-Duftlampe aus Sicherheitsgründen nicht behagt: Wir bieten Ihnen eine attraktive, preisgünstige Beduftungslösung an, für die Sie zu Hause nur einen Stromanschluss brauchen!

Unsere klassischen fertigen Winterduftmischungen basieren hauptsächlich auf ätherischen Ölen der Zirusfrüchte, Zimt, Sternanis und Vanille.


Doch Vorsicht! Nicht alle ätherischen Öle eignen sich unkritisch zum Gebrauch, zB. bei sensibler Haut, bei Kleinkindern etc.. Besonders Phenol- bzw. Ketonhältige Produkte können auch zu unerwünschten Wirkungen, Reizungen und Unverträglichkeiten führen, wir geben unser Wissen in diesen Bereichen gerne an Sie weiter!
Hier aber jetzt eine kleine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge einiger beliebter Ätherischer Öle, deren Wirkung und Anwendungsbereiche:

A wie ANIS
Zur Gewinnung des Anisöls werden die Früchte verwendet, der Duft ist charakteristisch süßlichwürzig. Verwendung findet Anis zur Beruhigung bei ängstlichen Menschen, hilft Ordnung in die Gefühlswelt zu bringen. Ein Optimismus- Stimmungsmacher! Findet auch gg Bauchkrämpfe Verwendung. Aufpassen, Dosis nicht überschreiten, nicht für Schwangere geeignet!

B wie BERGAMOTTE
Kennen wir alle als Bestandteil des Earl- Grey- Tees. Stellt mangelndes Selbstvertrauen wieder her, wirkt stimmungsaufhellend beim „Winterblues“. Typischer, fruchtiger, zitrusartiger Duft. Auf die Haut aufgebracht, kann es zu unerwünschten Reaktionen zusammen mit Sonnenbestrahlung kommen.

C wie CAJEPUT
Wird aus den Zweigspitzen und Blättern des Cajeputstrauches gewonnen, der aus Australien und den Philippinen kommt. Der Geruch erinnert an Eukalyptus, das ätherische Öl wirkt keimabtötend, krampflösend und schmerzstillend.

E wie EUKALYPTUS
Ein Duft, der uns als Kinder schon in der Schnupfenzeit umfangen hat: typischfrisch, an Kampfer anlehnend. Ätherisches Eukalyptusöl wird aus den Blättern des Baumes gewonnen,ist konzentrationsförderndund antiseptisch. Wird klassischerweise in der Erkältungszeit zur Luftreinigung von Krankenzimmern, in Hustenbonbons und äusserlich bei kleinen Wunden wie Abschürfungen verwendet.

L wie LAVENDEL
Ein Klassiker unter den ätherischen Ölen! Echter Lavendel ist aufgrund seiner geringen Toxizität sogar für die Hautpflege geeignet, bei Insektenstichen, kleineren Abschürfungen und bei Akne. Er soll das Immunsystem stärken und beruhigt bei aufwühlenden Situationen.

O wie ORANGE
Hier unterscheidet man das süße und das bittere Orangenschalenöl, es sind hier aber nur die Inhaltsstoffe unterschiedlich verteilt, die Wirkung ist nahezu ident. Verwendet wird das ätherische Öl bei Nervosität, Appetitlosigkeit, Schwermut, bei Blähungen und Magen- Darmkrämpfen. Auch zur Hautpflege wird es äusserlich eingesetzt… hauptsächlich bei Bindegewebsschwäche.

P wie PFEFFERMINZE
Pfefferminze macht unseren Kopf klar, wirkt bei Kopfschmerzen, Krämfen im Verdauungstrakt ,Mundgeruch und bei Entzündungsprozessen. Der Effekt ist sehr erfrischend und kühlend.

R wie ROSE
Für viele die Königin der Blumen, auf jeden Fall ein ganz besonders edles ätherisches Öl: Wirksam bei Traurigkeit, harmonisierend für die Seele, wundheilend und schon für Babys einsetzbar. Öffnet das Herz für die Liebe und wirkt erotisierend.

T wie TEEBAUMÖL
Wird aus den Blättern des in Australien beheimateteten Teebaumstrauches gewonnen. Zeichnet sich aus durch scharfen, aromatischen Geruch, hervorragende Wirkung gegen Infektionen: von Herpes bis Pilzbefall, bei Läusen und überall, wo eine Desinfektionswirkung gefragt ist.

W wie WEIHRAUCH
Kommt aus dem arabischen Raum zu uns, verwendet wird das Harz des Baumes. Kann direkt auf glühender Holzkohle verwendet werden, zur Meditation, bringt ein Gefühl der inneren Ruhe, wirkt desinfizierend. Findet auch Anwendung bei rheumatischen Beschwerden.

Z wie ZITRONE
Zitone wirkt mit ihrem frischen, belebenden, fruchtigem Duft luftreinigend, kreislaufbelebend, bei fettiger Haut und Akne, bei Schweissausbrüchen und bei Erkältungskrankheiten. Interessanterweise wird Zitrone bei Übersäuerung des Körpers eingesetzt, sie gibt Schwung und hilft beim Durchleben
schwierigerer Zeiten.

Z wie ZEDER
der holzig- warme Duft umhüllt empfindsame Menschen wie ein Schutzschild, wirkt gegen Nervosität, ist schleimlösend bei Atemwegsinfektionen und wirkt beruhigend auf die Haut. Ist auch in natürlichen Mottenmittel ein klassischer Bestandteil.